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Geboren 1819 in Meißen, gestorben 1895 in Leipzig.
Louise Otto-Peters gilt allgemein als Begründerin der deutschen Frauenbewegung. Sie wuchs in einem bürgerlichen, liberalen Elternhaus in Meißen auf, in dem viel gelesen und diskutiert wurde, auch über Politik und die Rechte der Frauen. Früh verwaist unternahm sie Bildungsreisen und arbeitete als politische Dichterin und Journalistin. Zum Politikum entwickelte sich 1848 ihre Veröffentlichung "Adresse eines deutschen Mädchens", in der sie als erste deutsche Frau zur Arbeiterinnenfrage Stellung nahm. 1849 gründete sie die "Frauen-Zeitung" unter dem Motto: "Dem Reich der Freiheit werb ich Bürgerinnen", die unter den Publikationen der frühen Frauenbewegung die bedeutendste war. Sie konnte jedoch nur 4 Jahre erscheinen, denn sie fiel dem sächsischen Pressegesetz zum Opfer, das extra wegen ihrer Zeitung erlassen wurde. Es wird daher Lex Otto und besagte, "daß Frauen von der Führung von Redaktionen ausgeschlossen sind. (Gerhard, 1990, S. 37). Sie war lange mit dem zu Zuchthaus verurteilten Revolutionär August Peters verlobt und heiratete ihn nach seiner Entlassung im Jahr 1856. Anläßlich der von ihr einberufenen ersten deutschen Frauenkonferenz im Oktober 1865, gründete sie zusammen mit Auguste Schmidt den "Allgemeinen Deutschen Frauenverein" (ADF).Ab 1866 gab sie das Vereinsorgan "Neue Bahnen" heraus und regte auch die Gründung von Arbeiterinnenvereinen an. Sie veröffentlichte wichtige Schriften
zur Frauenemanzipation, eine große Zahl historischer Romane, Erzählungen
und Gedichte sowie Arbeiten zu Kunst und Kultur. Auch wenn sie sich seit
1870 zunehmend aus der aktiven Vereinsarbeit zurückzog,- sie lebte
in Leipzig in äußerst bescheidenen Verhältnissen, da ihr
väterliches Erbe mit der Herausgabe der Fraue-Zeitung verbraucht war
-, blieb sie doch der Frauenbewegung allein durch die Redaktion der "Neuen
Bahnen" bis zu ihrem Tod wegweisend verbunden. Text: Brigitte Nguyen-Duong,
1998
Quelle:Kolhagen, Norgard, Louise
Otto-Peters, in: Hans Jürgen Schultz (Hrsg.) Frauen. Porträts
aus zwei Jahrhunderten. Krenz-Verlag, Stuttgart 1981, S. 102 - 113.
LiteraturRuth-Ellen Boetcher-Joeres: " Die Anfänge der deutschen Frauenbewegung: Louise Otto-Peters, Frankfurt 1983(Louise Otto-Peters setzt sich dafür ein, Bildung und Ausbildung allen Frauen zugänglich zu machen und fordert das Recht der Frauen auf eigene Erwerbstätigkeit und auf Teilnahme am öffentlichen Staatsleben.) Louise Otto-Peters: "Schloß und Fabrik"
Kolhagen, Norgard, Louise Otto-Peters,
in: Hans Jürgen Schultz (Hrsg.) Frauen. Porträts aus zwei Jahrhunderten.
Krenz-Verlag, Stuttgart 1981, S. 102 - 113.
Aufsatz Carmen Stadelhofer |