Pauline Jaricot

 

1799 - 1862


 Kurzbiografie

Pauline ist am 22Juli 1799 in einer Bauernfamilie geboren. ihr Vater hatte Jeanne Lattier in 1782 geheiratet und wollte nicht auf dem Land arbeiten. Deswegen sind sie alle nach Lyon umgezogen und der Vater hat zuerst in einer Seidenfabrik gearbeitet.

In 1793, wurde die Stadt Lyon von den Revolutionstruppen belagert und die sogenannte «Terreur» (die Schreckensherrschaft) beherrschte die ganze Stadt. Die Seidenindustrie ging nach unten aber, da die Preise sehr niedrig waren, kaufte ihr Vater eine grosse Menge von Seidenstoffen, die er gelagert hat. In der Zeit des Konsulats ging das Geschäft wieder gut und die Familie Jaricot wurde reich. Die ganze Familie ging wie früher in die Kirche und war sehr barmherzig. Pauline ließ sich schöne Kleider kaufen, lebte wohl in ihrer Familie und ging oft Tanzen.

Plötzlich aber, im 1816, hörte sie mit diesen Nutzlosigkeiten auf Sie hatte den Predigt des Pfarrers Wurtz in der Kirche Saint-Nizier gehört. Nach einer langen Beichte beschloß sie Ihr Leben ganz zu ändern. Ihr jüngerer Bruder Phileas hat sie auch sehr beeinflußt, weil er im Dezember 1819 zu Pfarrer geworden war. Dank ihm trat sie im 1817 in Verbindung mit der Gesellschaft der fremden Missionen in Paris, denn sie hatte sehr früh an die Entwicklung der Glaube durch die ganze Welt gedacht.

Sie hat sehr viele Menschen um Sie versammelt und hat mit denen kleine Zehner-Gruppen geschafft. Sie sollten größere Gruppen zu hundert und zu tausend schaffen und so hat sie die sehr bekannte «Propagation de la Foi» (Glaubensverbreitung) gebildet. Finanziell wurde sie zuerst von ihrer Vater dann von Ihrer Schwester Sophie und von Ihrem Schwager Zacharie Perrin geholfen. Trotz großen Schwierigkeiten, die hauptsächlich von Priestern kamen - war in der Bevölkerung der Erfolg groß. Im 1822 aber, weil dieses «Geschäft » zu groß für sie geworden war, gab sie diesen karitativen Verein in die Hände der sogenannten «Congrégation des Messieurs de Lyon» (Kongregation der Herren von Lyon) weiter.

Sie wollte aber durch die Evangelisierung  Gott weiter dienen.  1826 hat sie dann Ihr zweites Werk, « L‘oeuvre du Rosaire» (der Rosenkranzverein) gebildet. Sie hat dieses Mal Gruppen zu fünfzehn gebildet und jede Gruppe sollte jeden Tag einen Rosenkranz beten, So konnte jede Gruppe fünfzehn Rosenkranz jeden Tag beten. Der Erfolg war wieder groß nicht nur in Frankreich sondern auch in Italien, in Belgien, in England und in der Schweiz. Wegen diesem Erfolg und auch der Erbschaft Ihres Vaters (er ist im 1834 gestorben) konnte sie ein Landgut, montée Saint-Barthélémy, kaufen. Darauf hat sie ein Haus für die Kirchengemeinde « les filles de Marie »(die Mariastöchter) bauen lassen. Das Geschäft ging wieder gut; sie schickten das ganze Jahr durch Bücher, Broschüren, Medaillen und Rosenkränze.

 In den Jahren 1831 und 1834 aber haben sich die „Canuts" (die Seidenweber) wegen ihrer schlechten Lebensbedingungen gegen die Fabrikbesitzer erhoben. Pauline hat in dieser Zeit die soziale Ungerechtigkeit entdeckt und will eine Lösung finden, damit das Unternehmen für den Arbeiter und nicht gegen ihn handelt. 1844 glaubt sie, eine Antwort gefunden zu haben. Mit ihren letzten Geldersparnissen kauft sie eine Fabrik mit kleinen Hochöfen in der Nähe von Apt (Vaucluse). Sie hat eine Gesellschaft mit einigen anderen gegründet, diese Leute sind aber Betrüger. Sie verliert ihr ganzes Geld.

Ihre letzten zehn Jahre verlaufen traurig: sie ist allein und stirbt am 9. Januar 1862. Zuerst lag sie im Familiengrab auf dem Friedhof von Loyasse, später, im Jahre 1935 wurde sie umgebettet und in der Kirche Saint-Nizier bestattet.


Text U3A- Lyon, übersetzt von Senior-Studierenden U3A-Lyon



 Quellen und Literatur

Bild: www.jeunes-lyon.cef.fr

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