Juana Inés de la Cruz



 Kurzbiografie

Juana Inés de la Cruz, die mit bürgerlichem Namen Juana Inés de Asbaje y Ramirez de Santillana hieß, wurde 1651 in San Miguel de Nepantla geboren. Sie war eine sehr bedeutende mexikanische Nonne im 17. Jahrhundert und auch eine bekannte Dichterin und Schriftstellerin.
Juana Inés de la Cruz besaß außergewöhnliche geistige Fähigkeiten; schon mit drei Jahren konnte sie lesen. Ihr Vater ließ die Familie im Stich (andere Quellen sprechen von einer illegitimen Geburt), und sie lebte erst bei ihrem Großvater und danach bei ihrer reichen Tante. Von da an war sie bis zu ihrem 17. Lebensjahr Hofdame des Vizekönigs von Neuspanien, unter dessen Schutz sie stand. Dort hat sie viele wichtige Menschen kennengelernt.
Nachdem die Amtszeit des Vizekönigs zu Ende war, trat sie einem Kloster bei, da sie ohne Mitgift keinen wohlhabenden Mann heiraten und somit nicht mit ihren Studien fortfahren konnte. Im Kloster widmete sich Juana Inés de la Cruz dem Studium der Theologie, Literatur, Geschichte, Musik und den Naturwissenschaften. Dort wurde die Frau von vielen bedeutenden Menschen besucht. Sie wurde sehr berümt, und ihre Bücher wurden Bestseller in Spanien.
Doch ihr Ruhm passte vielen Männern aus der Kirche nicht. Sie korrespondierte mit vielen führenden Literaten und schrieb auch selbst Gedichte. Mit ihren Schriften und ihrem Leben wollte sie sich auch für Frauen einsetzen und dafür, dass diese ebenfalls das Recht auf Bildung bekommen. Ihre Schriften missfielen der katholischen Kirche in Mexico, und die Kirche versuchte, ihre literarischen Arbeiten zu unterbinden.
Nach der Rüge durch ein Kirchenoberhaupt im Jahre 1691 reagierte Juana Inés de la Cruz mit einem Brief, in dem sie das Ziel der Gleichberechtigung der Frau im Bildungsbereich verteidigte. Dieser ist als "La Respuesta" (Die Anwort) bekannt geworden und ist wohl auch ihre berühmteste politische Schrift. Juana Inés de la Cruz wurde dennoch dazu gezwungen, das Bücherschreiben und ihre Studien aufzugeben und sich ganz den Armen zu widmen, sich um sie zu kümmern und ihnen zu helfen. Vier Jahre später, 1695, starb sie mit erst 44 Jahren in Mexico-Stadt.

 Quellen und Literatur

Sor Juana Ines de la Cruz oder die Fallstricke des Glaubens.
Biografischer Roman von Octavio Paz
Taschenbuch - 766 Seiten (1994)
Suhrkamp, Ffm.; ISBN: 3518387944


Mirjana T., Carmen S., Stefanie H., 11a, Anna-Essinger-Gymnasium Ulm

 Links


http://www.hist.umn.edu/~rmccaa/colonial/sorjuana/slides.htm     (Materialien)

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