Louise Labé

geboren 1524 Nähe Lyon,    gestorben  25. April 1566 in Lyon


 Kurzbiografie

Louise Labé wurde 1524 geboren und verbrachte den Hauptteil ihres Lebens in Lyon. Nach ihrem Tod vermachte sie all ihre Habe den Armen.

Ihre Hauptwerke sind:
24 „Sonnette„ davon eines in italienischer Sprache
3 „Klagelieder„
„Debatten über den Wahnsinn und über die Liebe„

Obwohl sie, da sie einen Seilwarenhändler geheiratet hatte, den Beinamen „die hübsche Seilwarenhändlerin„ hatte, sprach sie mehrere Sprachen. Sie war von großer Schönheit und für die Musik und die Reitkunst begabt. Sie führte lange Zeit einen literarischen Salon, der von vielen der größten Dichtern ihrer Zeit besucht wurde. Sie war seit ihrer Epoche bei allen bekannt, besonders unter ihren Freunden der Pléiade.

Sie kann, aufgrund ihrer dreisten Ratschläge an die Frauen des 16. Jahrhunderts, als eine der ersten wichtigen Femministinen betrachtet werden. Als Beispiel die Widmung die sie für Clémence de Bourges in ihre Werke schrieb:

„Die Zeit ist gekommen, in der die strengen Gesetze der Männer die Frauen nicht mehr daran hindern, es mit den Fächern der Wissenschaft aufzunehmen; es scheint mir, als ob die die, die diesen Vorteil haben, diese ehrenhafte Freiheit, die sich unser Geschlecht früher so sehr von ihnen gewünscht hat, dazu zu benutzen müssen, den Männern das Los begreiflich zu machen und es ihnen zu zeigen, das sie uns zugestanden, indem sie uns das Gute und die Ehre entzogen, zu der wir sonst hätten kommen können.„

Ihre Sonnette sind von großer Schönheit und spiegeln eine - echte oder künstliche - Leidenschaft eleganter Gefühlstiefe wider. Ihre anderen Werke bringen die Prinzipien der Schriftstellerei und die wichtigen Beweggründe der Epoche vollkommen in Einklang.

 Quellen und Literatur


„Louise Labé„ von Louis Bourgeois, Ed. LUGD 1994
„Louise Labé et l’école lyonnaise„ (Louise Labé und die Lyoner Schule), Guidici, Ed Liguori 1964
 

Bild: www.wikipedia.de

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